Der Preis einer Webseite

Geschrieben von: Webdesigner aus Berlin

Der Preis ist heiß… ein heißes Eisen. Kreative Arbeiten wie Webdesign in einen Preis zu packen, ist kein leichtes Unterfangen. Nicht einmal, weil es wie bei jeder Preisverhandlung ein Abwägen zwischen den Vorstellungen des Kunden und des Anbieters ist. Bei kreativen Arbeiten kommen ein paar Unwägbarkeiten dazu:

„Ich hätte da gerne eine Webseite“…

Kunden kommen oft mit sehr wagen Vorstellungen zum Webdesigner – hätten dann gerne aber auch gleich einen genauen Preis, wie teuer eine Webseite ist. Was viele Kunden dabei nicht nachvollziehen können: grundsätzlich ist jede Webseite von einem Webdesigner eine einzigartige Komposition aus Grafiken und Quellcode (HTML/ CSS und manchmal auch JavaScript, PHP und Co), welche nicht nur technisch sauber umgesetzt werden will, sondern auch aus ästhetischer Sicht nach was aussehen soll.

„Ich hätte da ein super-fancy Webdesign“…

Auf der anderen Seite haben wir da den Webdesigner: Der Fachmann, der die tausend Möglichkeiten kennt, wie man eine Webseite gestalten und welche Funktionen diese haben kann. Der Webdesigner muss nun aus dem „Ich hätte da gerne eine Webseite“ heraushören, was genau der Kunde eigentlich will.

Was den Preis einer Webseite beeinflusst

Diese Liste ist natürlich nicht abschließend, soll aber die Punkte aufzählen, die meiner Erfahrung nach den Aufwand und damit den Preis beeinflussen:

  • Grundsätzlicher Aufbau: wird ein Standard-Layout genutzt (z.B. oben der Kopfbereich, dann der Inhaltsbereich mit ein oder zwei Seitenleisten, z.B. für die Navigation, und unten der Footer), ist das leichter und schneller umzusetzen, als wenn kreativer, anderer Aufbau der Webseite gewählt wird.
  • Einsatz von Grafiken: Müssen Grafiken neu erstellt werden (auch Hintergründe, Buttons etc.), ist das natürlich zusätzliche Arbeit. Webdesigns, die ohne viel Grafik auskommen, sind meist günstiger umzusetzen.
  • Einsatz von Effekten: Werden aufwändige Animationen gewünscht, ist ein höherer Preis anzusetzen. Soll sich nur ein Button oder ein Link ändern, wenn man mit der Maus drüberfährt – naja, das gehört ja wohl zum Standard und hat keinen Einfluss auf den Preis, so lange das ein einfacher Farbwechsel bleibt.
  • Gewünschte Funktionen: schon mehrere verschiedene Kontaktformulare können den Aufwand erheblich erhöhen, aber wird z.B. ein Online-Shop benötigt, ist das etwas ganz anderes als eine Webseite.
  • Content-Management-System: Wird ein CMS benötigt, erhöhen Installation und Konfiguration den Preis für eine Webseite. Auch die Erstellung des Webdesigns kann hier aufwändiger sein, da jedes CMS ein eigenes Templating-System hat.

Webdesign: Planung oder kreativer Prozess?

Selbst die großen Maler haben oftmals ihre Gemälde vorher skizziert – sie haben nicht einfach „drauf los gelegt“. Das ist bei Webseiten umso wichtiger, da hier manchmal auch Programmierarbeiten anfallen. Und bei der Programmierung sind alle benötigten Funktionen zu berücksichtigen: Nachträglich neue Funktionen einzubauen kann weit aufwendiger sein, als wenn man sich zu Beginn eines Projekts ein Mal hinsetzt, alles durchdenkt und die benötigten Funktionen gleich zu Beginn der Programmierung mit einplant.

Den Preis für eine Webseite festlegen

Das bedeutet also: Eine Webseite ist nicht „einfach mal eben so“ erstellt. Kunden, die das erwarten, müssen eben damit leben, dass Sie eine Webseite mit kleinem Preis und entsprechender Qualität bekommen – oder für Funktionen und grafische Elemente, die ihnen erst später einfallen, zusätzlich zahlen müssen.

Um den Preis einer Webseite wirklich halbwegs sicher kalkulieren zu können, müssen sich Kunde und Webdesigner also zunächst darüber klar werden, wie die Webseite aussehen und was sie können soll. Dazu gehört, dass sich der Kunde darüber ausführlicher Gedanken macht und sich festlegt und dass der Webdesigner den Kunden über die Möglichkeiten und die den Preis beeinflussenden Faktoren ehrlich und ausführlich informiert.

Bei umfangreicheren Projekten wichtig: Ein kleines Konzept schreiben, welches die vereinbarten Punkte enthält. Damit hat der Kunde etwas in der Hand, wenn der Webdesigner nicht die vereinbarte Leistung erbringt – und der Webdesigner kann dem Kunden den Wind aus den Segeln nehmen, wenn diesem zu einem viel zu späten Zeitpunkt einfällt, dass er ja eigentlich doch noch einen Online-Shop benötigt und dieser annimmt, dass das natürlich alles im Preis inbegriffen ist ;-)

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Admin:

Dieser Artikel wurde am 24. April 2010 in der Kategorie Homepage erstellen, Kreatives und sonstiges, Webdesign veröffentlicht.

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3 Kommentare »

  1. In deiner Liste fehlt ModX! OpenSource, kostenlos und von vorne rein auf SEO, Performance UND Bedienbarkeit optimiert. -> http://www.modxcms.com

    Kommentar von Justus — 27. April 2010 @ 12:04

  2. Sorry, hab mich in meiner Tableiste verklickt, der Kommentar war natürlich für http://blog.cherry-webprojekte.de/2010/welches-content-management-system-cms-ist-das-richtige/ bestimmt ;)

    Kommentar von Justus — 27. April 2010 @ 12:04

  3. Auf dieses CMS bin ich auch schon öfter mal gestoßen… ich denke, ich werde einfach mal ein nächstes Projekt damit aufsetzen ;-) Für welche Projekte würdest Du das denn empfehlen?

    Kommentar von Tobias Kirsch — 27. April 2010 @ 13:34

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